Den Körper entgiften - mit natürlicher Reinigung gegen Schadstoffe

​Wir alle sind tagtäglich zahlreichen ungesunden Stoffen ausgesetzt. Die Belastung mit Giften und Schadstoffen ist in den letzten Jahrzehnten sprunghaft angestiegen. Grund genug, Dich einmal damit auseinanderzusetzen, wie Du Deinen Körper entgiften kannst. Der Therapeut Alexander Kiefer berät seit 20 Jahren Menschen zur gesunden Ernährung und der Möglichkeit, den eigenen Körper zu entgiften.

Körper entgiften

Warum sollte man überhaupt seinen Körper entgiften?

​Der Mensch kommt ständig mit unterschiedlichsten Substanzen in Berührung, und viele davon sind gesundheitsschädlich. Einigen davon kannst Du nicht aus dem Weg gehen. So hast Du keinerlei Einfluss darauf, welche Schadstoffe Du etwa über die Luft oder das Trinkwasser zu Dir nimmst. Andere Gifte führen sich Menschen auch durchaus bewusst zu. Nikotin und Alkohol, aber auch bestimmte Medikamente zählen zu den Giften, die den Körper belasten. In den meisten Fällen hat eine Entgiftungskur sinnvolle und positive Auswirkungen auf den Körper. Viele chronische Krankheiten haben ihren Ursprung in zu hoher Giftbelastung des Körpers. Dauerhafte Müdigkeit, Kopfschmerzen, eine generell erhöhte Krankheitsanfälligkeit oder Konzentrationsstörungen können durch dauerhafte Schadstoffbelastung ausgelöst werden. Den Körper zu entgiften hilft Dir dabei, diese gesundheitlichen Beschwerden zu lindern oder ihnen sogar vorzubeugen. Dein Körper wird durch eine Entgiftung gestärkt und umfassend gereinigt.

Maßnahmen zur Unterstützung beim Entgiften

​Eine Entgiftung sollte regelmäßig stattfinden. Ein bis zwei Mal im Jahr ist es sinnvoll, dem Körper durch Entgiften eine Reinigung von allen schädlichen Stoffen zukommen zu lassen. Während dieser Reinigung wird das Blut komplett von allen Schadstoffen und unerwünschten Belastungen befreit. Sie erfolgt über Leber, Nieren, Lunge, Lymphsystem, Haut und über den Darm. Für eine umfassende Entgiftung solltest Du mehrere Tage, unter Umständen sogar Wochen veranschlagen. Die Kur beinhaltet Fastenphasen, die Ausscheidung von Schadstoffen sowie eine gezielte Aufnahme von Nährstoffen. Durch das Fasten gelangen weniger neue Giftstoffe in den Körper. Der Körper erhält eine Pause von seiner andauernden Arbeit, die Gifte abzubauen. Die sich im Körper befindlichen Schadstoffe scheidest während der Entgiftung aus. Dies erfolgt beispielsweise über den Darm oder durch Schwitzkuren über die Haut. Die gezielte Nährstoffaufnahme unterstützt das Beseitigen der schädlichen Stoffe und reinigt den Körper.

​Methoden zur Entgiftung

​Das Entgiften des Körpers, auch Detox genannt, kann auf unterschiedliche Art erfolgen. Dies kann, muss aber nicht mit zeitlich begrenzten Kuren verbunden sein. Auch durch eine gesunde Ernährung reinigst Du Deinen Körper effektiv. Hilfreich sind dabei Nahrungsmittel, die viele Vitamine, Mineralien und Ballaststoffe enthalten. Lebensmittel, die dem Körper beim Entgiften helfen, sind zum Beispiel frisches Gemüse, Obst, Vollkornprodukte, Körner und frische Kräuter. Mit einer möglichst gesunden Ernährung sorgst Du für eine gründliche Säuberung Deines Organismus. Zur Unterstützung eignen sich dabei die sogenannten grünen Smoothies, die aus Früchten und Blattgemüse bestehen, besonders gut. Sie versorgen Dich schnell mit wertvollen Nährstoffen und halten Dich lange satt. Vorsicht jedoch bei Fertig-Smoothies aus dem Supermarktregal: Sie enthalten oft viel Zucker. Besser ist es, die kleinen Gesundmacher mit frischen Zutaten selbst herzustellen.

​Ballaststoffe und ihre Funktion beim Entgiften

​Ballaststoffe sind unerlässlich für die Darmreinigung. Sie helfen dem Körper bei der Erhaltung der Darmgesundheit und steigern das allgemeine Wohlbefinden. Auf dem Weg durch den Darm nehmen sie Wasser auf. So machen sie den Stuhl weicher und erhöhen seine Menge. Dies hilft dem Darm beim Abbau von Schadstoffen wie Pestiziden oder Schwermetallen. Bestimmte Ballaststoffe wie Pektine oder Alginate binden Schwermetalle wie Blei, Kadmium oder Kupfer besonders gut und sorgen dafür, dass der Körper sie abbaut. Pektine erhältst Du aus Zitrusfrüchten, Äpfeln, Beeren, Möhren und Kürbis. Alginate sind in Verdickungsmitteln und Gelierstoffen enthalten. Die Bindung von Giften an die Ballaststoffe verhindert, dass sie mit der Darmwand in Kontakt geraten und so in die Blutbahn gelangen. Der Körper scheidet die Giftstoffe gemeinsam mit den Ballaststoffen aus.

​Die Bedeutung von Mineralien bei der Entschlackung

​Ein ausgeglichener Mineralstoffhaushalt trägt erheblich zur erfolgreichen Entgiftung bei. Ein hoher Anteil an Zink, Selen und Calcium verhindert beispielsweise, dass Umweltgifte in Deinen Körper gelangen. Zink unterstützt darüber hinaus die beim Entgiften so wichtigen Organe Niere und Leber. Calcium fördert den Prozess der Entschlackung im Körper. Es wirkt außerdem der Speicherung von Schadstoffen im Organismus entgegen. Magnesium kurbelt den Stoffwechsel an und leistet so seinen Beitrag zur Entgiftung des Körpers. Es regt auch den Blutkreislauf an. Neben mineralstoffreichen Lebensmitteln wie Linsen, Pilzen, Nüssen, Kräutern, Hirse oder Fisch ist auch Heilerde besonders mineralstoffreich. Sie befreit den Körper besonders effektiv von angesammelten Umweltgiften.

​Basische Ernährung

​Viele Alterserscheinungen wie Krankheiten und äußerliche Veränderungen werden unter anderem durch eine Übersäuerung des Körpers verursacht. Übersäuert ist unser Körper dann, wenn der Säure-Basen-Haushalt nicht mehr im Gleichgewicht ist. In diesen Fällen verlagert er die überschüssigen Säuren und Schlacken in das Bindegewebe, die Gelenke oder in die Blutgefäße. Einige der möglichen Folgen von Übersäuerung sind Müdigkeit und fehlender Antrieb, Sodbrennen, Kopfschmerzen, Anfälligkeit für Infektionen oder Muskelkrämpfe. Durch eine zu starke Säurebildung im Körper können außerdem Beschwerden durch Krankheiten wie Neurodermitis, Diabetes, Gallensteine oder Osteoporose ausgelöst oder verstärkt werden. Hauptverursacher dieses Zustandes ist meist eine einseitige Ernährung. Vor allem Fleisch, Wurst und Käse sowie stark verarbeitete Lebensmittel sind dafür verantwortlich, dass viel Säure in den Körper gelangt. Die basische Ernährung wirkt dem durch einen ausgewogeneren Speiseplan entgegen. Er umfasst vor allem Gemüse, Salat, gesundes Getreide wie Hirse und Buchweizen, aber auch gesunde Öle und Fette, etwa aus Kokos.

​Entgiftung durch Wasser und Tee

​Die wichtigsten Organe des Körpers zur Entgiftung sind die Nieren und die Leber. So ist es beim Entgiften sinnvoll, sie zu unterstützen, damit die Giftstoffe schneller ausgeschieden werden. Grüne Tees sowie Kräuter- oder Ingwertees helfen dabei, die Blase und die Harnwege auszuspülen und von den Schadstoffen zu befreien. Grüne Tees regulieren darüber hinaus den Appetit und kurbeln Deinen Stoffwechsel an. Kräutertees wirken je nach Inhaltsstoffen harntreibend, blutreinigend, entspannend oder entzündungshemmend. Auch Wasser hilft Dir, den Körper durchzuspülen und die Giftstoffe nach draußen zu transportieren. Grundsätzlich empfiehlt es sich, möglichst viel Wasser zu trinken. Als Richtwert gilt dabei eine Menge von mindestens zwei Litern pro Tag. Du solltest vor allem ​stilles ​Wasser zu Dir nehmen. Je mehr Wasser Du Deinem Körper zuführst, umso mehr Schadstoffe kann er abbauen. Das Wasser sollte dabei möglichst mineralarm und frei von Schadstoffen sein. Auf diese Weise nimmst Du Deinen Nieren einen Teil ihrer Arbeit ab.

​Wer seinem Körper zu viel Zucker zuführt, schadet ihm. Er sorgt dafür, dass Insulin in zu großen Mengen produziert wird. Wenn dies passiert, steigt der Insulinspiegel im Körper zunächst sprunghaft an, um dann schnell wieder zu sinken. Die Folge: Der Körper verlangt sofort nach mehr Zucker. Ein gefährlicher Kreislauf, der viele Zivilisationskrankheiten wie Übergewicht und Diabetes auslösen kann. Bei der ketogenen Ernährung verzichtest Du vollständig auf Zucker und generell auf Kohlenhydrate. Stattdessen führst Du dem Körper vornehmlich Proteine und Fette zu. Der Mangel an Kohlenhydraten versetzt den Körper in den Zustand der Ketose. Dabei wandelt die Leber Fette in die sogenannten Ketonkörper um. Sie werden statt der Kohlenhydrate für die Energiegewinnung verwendet. Die ketogene Ernährung bringt den Körper dazu, sich rasch zu entgiften. Er scheidet Zucker, Geschmacksverstärker und generelle Schadstoffe aus. In der Steinzeit stellte die ketogene Ernährung sogar den Normalzustand dar, da es damals noch keinen Getreideanbau gab.

​Kokosöl - der Geheimtipp beim Entgiften

​Ein effektives Mittel, das den Organismus bei der Entgiftung unterstützt, ist das Kokosöl. Es hat viele wertvolle Funktionen und ist beispielsweise nützlich beim Abbau von Mikroorganismen in der Leber. Darüber hinaus beruhigt es die Darmflora, tötet schädliche Bakterien ab, leistet Hilfe bei der Entsorgung von Schadstoffen und sorgt für mehr Energie. Es eignet sich besonders gut dafür, den Mund von den vielen Schadstoffen zu befreien, mit denen er belastet ist. Hierzu nimmst Du einfach einen Teelöffel voll Kokosöl und spülst damit den Mund gründlich aus. Danach spuckst Du das Öl aus, spülst mit warmem Wasser nach und putzt Deine Zähne. Kokosöl ist ein regelrechter Alleskönner beim Entgiften des Körpers. Es wirkt antibakteriell, bekämpft Viren und Parasiten und unterstützt bei der Vorbeugung von Infekten. Daher sollte es bei einer Entgiftungskur immer einen festen Platz in Deinem Ernährungsplan einnehmen.

​Intermittierendes Fasten

​Das intermittierende Fasten stellt eine sinnvolle Methode dar, um den Körper zu entgiften. Die reinigenden Prozesse des Körpers werden durch häufige Mahlzeiten blockiert. Der Mensch benötigt keine permanenten Mahlzeiten, und der Körper ist hierauf auch gar nicht ausgelegt. Da Lebensmittel jedoch stets verfügbar sind, ist die Versuchung groß, einfach zuzugreifen, auch wenn kein Hungergefühl vorliegt. Der Körper jedoch benötigt einen ausgewogenen Wechsel aus Hungerphasen und Nahrungsaufnahme. In den Hungerphasen regeneriert sich der Organismus und baut schädliche Stoffe ab. Wenn Du ihn ständig mit Nahrung versorgst, wird dieser Reinigungsprozess gestört und unterbrochen. Das intermittierende Fasten sieht vor, dass die Nahrungsaufnahme auf acht Stunden am Tag beschränkt ist. In dieser Zeit nimmst Du Deine Mahlzeiten ganz normal zu Dir. Außerhalb dieser Zeiten verzichtest Du auf feste Nahrung. Kalorien- und zuckerfreie Getränke darfst Du zu Dir nehmen. Die Ruhephase gibt dem Körper die Möglichkeit, sich auf die reinigenden und erneuernden Prozesse zu konzentrieren.

​Wie Du im Alltag Deinen Körper entgiften kannst

​Es klingt zunächst einmal umständlich und aufwändig, seine Ernährung so umzustellen, dass sie den Körper beim Entgiften unterstützt. Dies ist jedoch nicht unbedingt der Fall. Grundsätzlich ist es immer sinnvoll, wenn Du den Körper nicht nur mit einer zeitlich begrenzten Kur entschlackst, sondern dauerhaft auf entgiftende Lebensmittel setzt. Und mit ein paar Tricks hast Du schon viel getan, um dem Organismus beim Abbau von Schadstoffen zu helfen. Die folgenden fünf Tipps sollen für Dich eine Orientierung darstellen.

1.Iss viel frisches Obst und Gemüse, verzichte hingegen auf Fertiggerichte
2.Trinke viel, vor allem ungesüßten Tee und stilles Wasser
3.Verwende zum Würzen statt Salz frische Kräuter
4.Verzichte weitestgehend auf Weißmehl und Zucker
5.Verzichte auf Alkohol und Nikotin

Wenn Du diese fünf Tipps berücksichtigst, hast Du schon viel getan, um den Körper zu entgiften und ihm etwas Gutes zu tun.

​Den Körper entgiften - was über die Ernährung hinaus hilfreich ist

​Es gibt einige Umstände, die sich neben der Ernährung begünstigend auf den Prozess des Entschlackens auswirken. Nicht nur Schadstoffe aus der Umwelt schädigen Deinen Körper, auch Stress ist Gift für den Organismus. Er sorgt für Antriebslosigkeit und kann das Immunsystem schwächen. Daher ist es bei der Entgiftung hilfreich, wenn darauf achtest, Dir und Deinem Körper Ruhephasen zu gönnen. So gibst Du ihm ausreichend Gelegenheit, sich zu regenerieren. Übrigens kann auch ein zu hoher Kaffeekonsum das Stresslevel steigen lassen. Das Koffein regt die Produktion von Adrenalin, welches ein Stresshormon ist, an. Daher solltest Du ihn höchstens in geringen Mengen zu Dir nehmen. Darüber hinaus hilft ausreichende Bewegung dem Körper beim Entgiften. Sie kurbelt die Reinigungsprozesse des Körpers an. Dies muss nicht anstrengende Sporteinheiten umfassen. Eine Stunde Spazierengehen am Tag ist oftmals schon ausreichend.

​Die Vorteile der Entgiftung im Überblick

​Deinen Körper zu entgiften birgt enorm viele Vorteile für Dich und Dein Wohlbefinden. Du wirst schnell feststellen, dass mit dem Abbau der Schadstoffe in Deinem Körper Dein Energielevel ansteigt und dauerhafte Müdigkeit und Antriebslosigkeit verschwindet. Du stärkst mit der Entgiftung Dein Immunsystem und verbesserst sogar Dein Hautbild. Ein angenehmer Nebeneffekt des Entgiftens ist, dass nicht selten auch das Gewicht verringert wird. Dein Körper verwertet die zugeführten Nährstoffe optimal und steigert somit die Fettverbrennung. Insgesamt verbesserst Du Dein allgemeines Wohlbefinden und Dein Körpergefühl durch eine Entschlackung. Du fühlst Dich stärker, energiegeladener und einfach besser.

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